Oster­mar­sch 31.03.2018 in Düs­sel­dorf – Pro­gramm

Am Kar­sams­tag fin­det der Oster­mar­sch Rhein­land in Düs­sel­dorf statt. Hinzu kom­men die Ostermarschierer*innen aus Duis­burg und die­ses Jahr auch von Köln. In die­sen Städ­ten wer­den bereits am Vor­mit­tag Auftakt-Kundgebungen abge­hal­ten.

Oster­mar­sch in Düs­sel­dorf

14 Uhr tref­fen sich Ostermarschierer*innen aus dem Ruhr­ge­biet und
aus dem Rhein­land vor dem DGB Haus (ca. 500 m vom Bahn­hof). Udo Bonn, Spre­cher der Par­tei die Linke in Düs­sel­dorf und ehem. Betriebs­rat wird alle begrüßen.(1) Es kön­nen Oster­marsch­but­tons gekauft wer­den (1 Euro).
Dann mar­schie­ren wir durch die Innen­stadt Düs­sel­dorfs, über die Kö bis zum Markt­platz vor dem Düs­sel­dor­fer Rat­haus. Dort emp­fan­gen uns einige Stände ver­schie­de­ner Orga­ni­sa­tio­nen.
15 Uhr, wenn die Ostermarschierer*innen ange­kom­men sind,
beginnt die Abschluss­ver­an­stal­tung vom ers­ten Tag des Oster­mar­sches Rhein­Ruhr 2018.
Als Erste wird spre­chen Sabine Lösing, Euro­pa­ab­ge­ord­nete für die Par­tei die Linke und Mit­glied der Frak­tion GUE/NGL und Ken­ne­rin der Auf­rüs­tungs­pläne der EU «PESCO». Danach spricht Tho­mas Keuer, Geschäfts­füh­rer von Ver.di Duis­burg.
Über­gabe des Frie­dens­prei­ses der Düs­sel­dor­fer Frie­dens­grup­pen an Bernd Traut­vet­ter vom Esse­ner Frie­dens­fo­rum; die Lau­da­tio hält Her­mann Kopp für das Düs­sel­dor­fer Frie­dens­fo­rum.
Dazwi­schen hei­zen uns ein lan­ger­jäh­ri­ger Beglei­ter der Oster­mär­sche Klaus der Gei­ger und sein Beglei­ter auf.
Es mode­riert Klaus Win­kes (VVN-BDA).

Auf­ruf zum Oster­mar­sch Rhein Ruhr 2018

Auf­ruf zum Oster­mar­sch Rhein Ruhr 2018

Abrüs­ten statt auf­rüs­ten – Atom­waf­fen abschaf­fen –
Frie­dens­po­li­tik statt Kon­fron­ta­tion!

Trup­pen­auf­mär­schen und Aus­lands­ein­sätze stop­pen, Ver­han­deln statt schie­ßen! – Abrüs­ten statt Auf­rüs­ten!
Krieg und Ter­ror in zahl­rei­chen Regio­nen der Welt: in Syrien, im Irak, in Mali, im Jemen, in Afgha­nis­tan … In Europa spitzt sich die Kon­fron­ta­tion zwi­schen NATO und Russ­land durch gefähr­li­che Mili­tär­ma­nö­ver und Trup­pen­auf­mär­sche zu. Bei all dem sind deut­sche Sol­da­ten und Waf­fen mit im Ein­satz.

Die Bun­des­re­gie­rung plant, die Rüs­tungs­aus­ga­ben nahezu zu ver­dop­peln, auf zwei Pro­zent der deut­schen Wirt­schafts­leis­tung (BIP). So wurde es in der NATO ver­ein­bart. Zwei Pro­zent, das sind min­des­tens wei­tere 30 Mil­li­ar­den Euro, die im zivi­len Bereich feh­len, so bei Schu­len und Kitas, sozia­lem Woh­nungs­bau, Kran­ken­häu­sern, öffent­li­chem Nah­ver­kehr, Kom­mu­na­ler Infra­struk­tur, Alters­si­che­rung, öko­lo­gi­schem Umbau, Kli­ma­ge­rech­tig­keit und inter­na­tio­na­ler Hilfe zur Selbst­hilfe. Auch sicher­heits­po­li­ti­sch bringt eine Debatte nichts, die zusätz­lich Unsum­men für die mili­tä­ri­sche Auf­rüs­tung for­dert.
Statt­des­sen brau­chen wir mehr Mit­tel für Kon­flikt­prä­ven­tion als Haupt­ziel der Außen- und Ent­wick­lungs­po­li­tik. Mili­tär löst keine Pro­bleme. Schluss damit. Eine andere Poli­tik muss her. Damit wol­len wir anfan­gen: Mili­tä­ri­sche Auf­rüs­tung stop­pen, Span­nun­gen abbauen, gegen­sei­ti­ges
Ver­trauen auf­bauen, Per­spek­ti­ven für Ent­wick­lung und soziale Sicher­heit schaf­fen, Ent­span­nungs­po­li­tik auch mit Russ­land, ver­han­deln und abrüs­ten.
Diese Ein­sich­ten wer­den wir über­all in unse­rer Gesell­schaft ver­brei­ten. Damit wol­len wir hel­fen, einen neuen Kal­ten Krieg abzu­wen­den.“ 

Wir unter­stüt­zen die­sen schon von weit über 20.000 Men­schen unter­zeich­ne­ten Appell der Initia­tive www.abruesten.jetzt . Gemein­sam mit vie­len Freun­din­nen und Freun­den des Frie­dens bun­des­weit ruft der Oster­mar­sch Rhein-Ruhr alle Men­schen auf, gegen die­sen Rüs­tungs­wahn­sinn und für eine Welt der Zusam­men­ar­beit und Soli­da­ri­tät aller Men­schen zu demons­trie­ren!

Gegen die ato­mare Bedro­hung gemein­sam vor­ge­hen!
Obwohl der Bun­des­tag 2010 par­tei­über­grei­fend den Abzug der Atom­waf­fen aus Deutsch­land beschloss, erklärt sich die Bun­des­re­gie­rung heute damit ein­ver­stan­den, die in Deutsch­land sta­tio­nier­ten US-Atombomben ab 2019 unter dem Vor­wand einer ‹Moder­ni­sie­rung› gegen eine ‹gebrauchs­fä­hi­gere› Wei­ter­ent­wick­lung aus­zu­tau­schen. Die neuen Waf­fen sen­ken die Ein­satz­schwelle. Sie erhö­hen die Gefahr ihrer Anwen­dung.
Statt Frie­dens­po­li­tik zu betrei­ben, wei­gert sich Deutsch­land, den schon von ca. 130 Staa­ten unter­stütz­ten ‹UNO-Vertrag über das Ver­bot von Atom­waf­fen› zu unter­zeich­nen! Wir for­dern die Bun­des­re­gie­rung auf, den ‹UNO-Vertrag über das Ver­bot von Atom­waf­fen‹ zu unter­zei­chen!

Kampf­droh­nen äch­ten statt beschaf­fen!
Für 2018 plant die Bun­des­re­gie­rung die Beschaf­fung bewaff­ne­ter Kampf­droh­nen für die Bun­des­wehr. Das Töten per Joy­stick soll auch deut­sche Rea­li­tät wer­den. Der Ein­satz von Kampf­droh­nen ver­wischt
die Gren­zen zwi­schen Krieg und Frie­den und führt zu will­kür­li­chen Tötun­gen, auch von Zivi­lis­ten. Droh­nen öff­nen den Weg zu auto­no­men Waf­fen­sys­te­men, die ohne mensch­li­che Ein­fluss­nahme töten. Dazu sagen wir nein!

Der Frie­dens­no­bel­preis­trä­ger Euro­päi­sche Union darf kein Mili­tär­pakt wer­den!
Der im Herbst 2017 auf Minis­ter­ebene beschlos­sene EU-Militärpakt ‹Pesco› (Stän­dige Struk­tu­rierte Zusam­men­ar­beit) steht für eine wei­tere Mili­ta­ri­sie­rung Euro­pas. Das Kon­sens­prin­zip wurde auf­ge­ho­ben, damit Kriegs­ein­sätze der EU leich­ter beschlos­sen wer­den kön­nen. Eine kon­ti­nu­ier­li­che Erhö­hung der Mili­tär­aus­ga­ben und die ver­pflich­tende Trup­pen­be­reit­stel­lung für EU-Battlegroups sind Teil des Pakts. Not­wen­dig ist jedoch, Europa zu einem Kon­ti­nent des Frie­dens zu machen. Dazu
bedarf es eines Kurs­wech­sels der EU weg vom Mili­tä­ri­schen hin zu fried­li­cher Kon­flikt­lö­sung unter dem Dach kol­lek­ti­ver Sicher­heits­sys­teme wie der UNO oder der «Orga­ni­sa­tion für Sicher­heit und Zusam­men­ar­beit in Europa“ (OSZE).

Kriegs- und Waf­fen­ex­port stop­pen!
Das Leid der Kriege treibt Mil­lio­nen Men­schen auf eine lebens­ge­fähr­li­che Flucht aus den zer­stör­ten Erd­re­gio­nen zer­fal­len­der Staa­ten. Kriege sind Flucht­ur­sa­chen. Die Flücht­linge brau­chen unsere Hilfe und unsere Auf­nah­me­be­reit­schaft. Flucht­ur­sa­chen sowie Ras­sis­mus und Faschis­mus bekämp­fen heißt auch, Kriegs- und Waf­fen­ex­porte sofort zu been­den. Nur eine Poli­tik des Frie­dens kann die Grund­lage zur Stär­kung der Men­schen­rechte, des Asyl­rechts, der Demo­kra­tie und sozia­ler Stan­dards bil­den.

Kein Wer­ben fürs Töten und Ster­ben!
Die Bun­des­wehr lockt Jugend­li­che mit Doku­soaps und Aben­teu­er­camps in den Kriegs­dienst. Die­ser wird ver­harm­lost und als gro­ßes Aben­teuer dar­ge­stellt. Krieg ist kein Aben­teuer. In teu­ren Anzei­gen for­dert die Bun­des­wehr auf: ‹Mach was wirk­lich zählt!› Was wirk­lich zählt, ist Frie­den und Abrüs­tung! Wir sagen nein zu ver­harm­lo­sen­der Bundeswehr-Werbung und der Rekru­tie­rung Min­der­jäh­ri­ger, nein zur Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung Schul­mi­nis­te­rium – Bun­des­wehr!

Rechts­ent­wick­lung zurück­drän­gen!
Mit dem Ein­zug der AfD sitzt nun eine rechts­ex­treme, ras­sis­ti­sche Par­tei im Bun­des­tag, deren Anfüh­rer die Taten deut­scher Sol­da­ten in zwei Welt­krie­gen ver­herr­licht. Sie for­dert die Ein­satz­be­reit­schaft der Bun­des­wehr „mit höchs­ter Inten­si­tät“ und tritt ein für die Mili­ta­ri­sie­rung der Bil­dung. Rechte Ideo­lo­gien för­dern Feind­bil­der, Kon­fron­ta­tion und Krieg, im Inne­ren schü­ren sie Hass und Gewalt. Den Umtrie­ben von AfD, der NPD und der „RECH­TEN“, von Iden­ti­tä­ren, Reichs­bür­gern und ande­ren ras­sis­ti­schen Grup­pen stel­len wir uns ent­ge­gen!

Set­zen Sie sich gemein­sam mit uns ein für:
Abrüs­tung statt Auf­rüs­tung!
Frie­den schaf­fen ohne Waf­fen!

5. Bon­ner Oster­mar­sch 2018

Kurz zum Ablauf des dies­jäh­ri­gen Bon­ner Ostermarsch:Ostersonntag 14 Uhr ab Ron­dell Beu­eler Rhein­ufer – ca. 16 Uhr Abschluß­kund­ge­bung Frie­dens­platz .

Der vom offe­nen Gesangs­treff «Hand in Hand»  initi­ierte Bon­ner Oster­mar­sch fin­det jetzt zum fünf­ten Male statt und wird wie schon in
den Vor­jah­ren von Aktio­nen und Lie­dern beglei­tet.  Zum musi­ka­li­schen
Rah­men tra­gen in die­sem Jahr neben «Hand in Hand» der Lie­der­ma­cher  Gerd Schin­kel, das Theater- und  «Gene­ra­tion Z – die tun was»  und kur­di­sche Kul­tur­grup­pen bei.

Hier der Auf­ruf! „5. Bon­ner Oster­mar­sch 2018“ wei­ter­le­sen