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Oster­marsch Rhein­land 2016 – Kurze Rück­schau

Oster­marsch 2016 ist vorbei und wie immer ist nach dem Oster­marsch 2016 vor dem Oster­marsch 2017. Kar­freitag 2017 fällt auf den 14. April und für den Oster­marsch Rhein­land bedeutet das, das wir uns am Samstag den 15. April 2017 wieder in Düs­sel­dorf treffen.

Nun zum letzten Oster­marsch am Samstag 26.März in Düs­sel­dorf. Erfreu­lich es waren mehr als letztes Jahr. Nicht nur mein Ein­druck. Genaue Zahlen habe ich noch nicht. Werde mich noch darum bemühen. Viel­leicht lag es am schönen Wetter, das die Oster­mar­schierer nach Düs­sel­dorf trieb.

So sah es am Samstag aus (in zwei Foto-Galerien dar­ge­stellt)

Foto­ga­lerie von flickr.com

Foto­ga­lerie von Mut­buer­ger­doku

Den Nach­richten zufolge, gab es dieses Jahr überall eine höhere Betei­li­gung an den Oster­mär­schen. Von 20000 Teil­neh­mern wurde berichtet. Das Wetter als Antrieb konnte es daher nicht alleine sein. Am Kar­freitag war es reg­ne­risch und Sonntag, Montag waren auch nicht so sonnig wie der Samstag.

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Oster­marsch Rhein Ruhr hat begonnen

Zahlreiche Menschen mit Fahnen und Transparenten.

Oster­marsch 2016

27.03.2016 Erster Bericht: Das Wetter war uns wohl­ge­sonnen, nach einem ver­reg­neten Kar­freitag schien am Oster­samstag die Sonne über dem Rhein­land.

Am Samstag morgen trafen sich in Duis­burg Ostermarschierer*innen (etwa wie im ver­gan­genen Jahr) und Köln etwa 200 Teinehmer*innen, die anschlies­send nach Düs­sel­dorf fuhren.

Bei der Begrüs­sung der Ostermarschierer*innen durch den Publi­zisten und Theo­logen Peter Bürger in Düs­sel­dorf vor dem DGB Haus waren etwa 600 Men­schen aus ganz NRW ver­sam­melt und als die Demons­tra­tion sich in Bewe­gung setzte, kamen noch viele vom Bahnhof, aus dem U-Bahn-Schacht und den umlie­genden Cafés und Kneipen. Der bunte Zug schwoll auf ca. 700 bis 800 Friedensmaschierer*innen an. Am Ende der Demo der Power Block der Jugend mit einem tollen Front­trans­pa­rent.

Musikandes.Unter­dessen war­teten die Frie­dens­freunde auf dem Markt­platz vor dem Rat­haus und die Gruppe Musi­kandes spielte auf und ver­brei­tete eine tolle Stim­mung. Die Demonstrant*innen kamen und der Ober­bür­ger­meister von Düs­sel­dorf, Thomas Geisel (SPD), konnte sie mit einer wun­der­baren Rede gegen Krieg und für Frieden begrüssen. Viele Zuhörer*innen spürten, er meint es ehr­lich.

Nach der Begrüs­sung sprach der Bun­des­ab­ge­ord­nete und Mit­glied des Bun­des­ver­tei­di­gungs­aus­schusses Alex­ander Neu der Partei «Die Linke» – sehr kennt­nis­reich, aber etwas zu lang.

Yüksel Dogan, Mit­glied des Tür­kei­zen­trums und der lila Frau­en­auf­standes, schil­derte anschlies­send die Bür­ger­kriegs­si­tua­tion in der Türkei und die men­schen­ver­ach­tende Politik Erdo­gans. Und dahin sollen nach Vor­stel­lung der EU-Kommission die Flücht­linge zurück­ge­schickt werden!!!

Zum Schluss ver­liehen die Düs­sel­dorfer Frie­dens­gruppen der VVN-BDA Düs­sel­dorf den dies­jäh­rigen Frie­dens­preis. Die VVN-BDA hat mit vielen anderen Düs­sel­dorfer Orga­ni­sa­tionen einen her­vor­ra­genden Bei­trag zum 70. Jah­restag der Befreiung geleistet.

Text: I.Lang
Fotos: G.Blomberg/ I.Lang



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Oster­marsch 2016 in Düs­sel­dorf

Taube vor Friedensrune

Samstag, 26. März 2016
14:00 Uhr bis 14:30 Uhr
Auf­takt DGB-Haus
Friedrich-Ebert-Straße

15:00 Uhr
Düs­sel­dorfer Markt­platz, Tages­ab­schluss und Frie­dens­fest

Das Thema des Oster­mar­sches 2016:
      • Flucht­ur­sa­chen erkennen,
      • Ver­ant­wort­liche benennen,
      • Kriegs­ur­sa­chen besei­tigen!
      • Rüs­tungs­ex­porte stoppen, 
      • Atom­waffen ächten, 
      • zivile Lösungen schaffen!

Der Düs­sel­dorfer Oster­marsch ist Teil des Oster­marsch Rhein Ruhr: Mit einem gemein­samen Aufruf.

Es gibt einen Flyer mit den Ter­minen aller Oster­mär­sche Rhein-Ruhr.


3. Oktober 2016 Aktionen in Kalkar und Essen

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Es beginnt Tra­di­tion zu werden am 3. Oktober in Kalkar zu demons­trieren, dem Zen­trum der NATO-Kriegsführung. In diesem Jahr kommt noch die dies­jäh­rige Jah­res­ta­gung des JAPCC vom 4.-6. Oktober in Essen hinzu.

Für viele ergibt sich die Frage wofür soll ich mich ent­scheiden. Die Frie­dens­ver­samm­lung vom 31. Mai hat daher einen Aufruf beschlossen, der beide Pro­teste gegen die Kriegs­treiber kom­bi­niert.

Warum wir am 3. Oktober demons­trieren:


Die mili­tä­ri­schen Ein­rich­tungen, die in Kalkar und Uedem seit Jahren aus­ge­baut werden, sind ein Bruch des Ver­trages zur Deut­schen Ein­heit, den dieses Land am 3. Oktober feiert: Der Ver­trag zur Deut­schen Ein­heit ent­hält, ebenso wie der mit den vier Sie­ger­mächten USA, Groß­bri­tan­nien, Sowjet­union und Frank­reich geschlos­sene Zwei-plus-Vier-Vertrag, die Ver­pflich­tung, dass von deut­schem Boden kein Krieg aus­gehen darf. Beide Ver­träge bekräf­tigen die Bereit­schaft, die Sicher­heit durch wirk­same Maß­nahmen zur Rüs­tungs­kon­trolle, Abrüs­tung und Ver­trau­ens­bil­dung zu stärken. Im Rahmen der Orga­ni­sa­tion für Sicher­heit und Zusam­men­ar­beit in Europa (OSZE) sollen fried­liche Lösungen geschaffen werden.


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Bun­des­wehr und NATO: Krieg beginnt an Rhein und Ruhr

An vielen Orten der Welt herrscht Krieg. Men­schen sterben, sie flüchten, um ihr Leben zu retten und den Schre­cken des Krieges zu ent­kommen. Waffen aus Deutsch­land werden in allen Kriegen zum
Töten benutzt, aber auch deut­sche Sol­daten sind im Krieg: in Syrien, in Mali, im Irak und immer noch in Afgha­nistan. Die andau­ernde Kon­fron­ta­tion zwi­schen der NATO und Russ­land im Ukraine-Konflikt birgt die Gefahr in sich, zu einem großen Krieg in Europa zu eska­lieren. Auch mit dem Ein­satz von Atom­waffen ist hier bereits gedroht worden.
Kriegs­füh­rungs­zen­trum Kalkar
Eine der wich­tigsten Zen­tren der Kriegs­füh­rung befindet sich in Kalkar am Nie­der­rhein. Der Kom­man­dant des Stand­ortes, General Wundrak, bezeichnet ihn als einen «ganz großen Player in den
deut­schen Streit­kräften und der NATO». Von den Tor­nados in Syrien bis zu den Trans­por­tern in Mali: Alle Luft­waf­fen­ein­sätze der Bun­des­wehr im Aus­land werden von Kalkar aus gesteuert, Sol­daten von dort sind direkt an den Kriegs­schau­plätzen vor Ort. In Kalkar/Uedem haben die Bun­des­wehr und die NATO Leit­zen­tralen und Kriegs-Infrastruktur für den Hightech-Krieg auf­ge­baut. Das „Zen­trum Luf­t­ope­ra­tionen“ in der Von-Seydlitz-Kaserne in Kalkar ist die oberste Kom­man­do­ebene für die direkte Ein­satz­steue­rung aller Luft­waf­fen­ein­sätze der Bun­des­wehr. Von den Gefechts­ständen in Kalkar will die Bun­des­wehr sogar künftig ihre auf dem Luft­waf­fen­stütz­punkt Jagel sta­tio­nierten Kampf­drohnen steuern. Das Com­bined Air Ope­ra­tion Centre (CAOC) in Uedem ist ein inter­na­tio­naler Gefechts­stand, der die Luft­kriegs­füh­rung der NATO nörd­lich der Alpen plant und durch­führt. Wenn NATO-Flieger über dem Bal­tikum an der Grenze zu Russ­land kreisen, werden sie durch das CAOC in Kalkar/Uedem diri­giert. Es unter­steht direkt dem Luft­waf­fen­kom­mando der NATO in Ram­stein. Über Ram­stein und Stutt­gart ist Deutsch­land Dreh­scheibe für den völ­ker­rechts­wid­rigen US-Drohnenkrieg und für die so began­genen Tötungen vieler Men­schen durch diese Kampf­drohnen mit­ver­ant­wort­lich. Das muss auf­hören!
Kriegs­pla­nung in Essen
In der Von-Seydlitz-Kaserne in Kalkar ist außerdem das mul­ti­na­tio­nale Joint Air Power Com­pe­tence Centre (JAPCC) der NATO unter­ge­bracht, eine Denk­fa­brik, in der die Mili­tärs Pläne zur Kriegs­füh­rung mit kon­ven­tio­nellen Waffen und mit Atom­waffen ent­wi­ckeln. Die dies­jäh­rige Jah­res­ta­gung des JAPCC findet vom 4.-6. Oktober in Essen statt. Dort soll über die Auf­recht­erhal­tung der Kriegs­füh­rungs­fä­hig­keit unter „ver­schlech­terten Bedin­gungen“ beraten werden, auf der Tagung des JAPCC in 2014 wurde sogar ein großer Krieg in Europa für mög­lich und durch­führbar erklärt. Statt dem Irr­sinn zukünf­tiger Kriegen vor­zu­beugen, planen NATO-Militärs Kriege der Zukunft, mit Atom­waffen, unter „ver­schlech­terten Bedin­gungen“, in Europa. Damit muss Schluss sein!
Ver­pflich­tung zu Frieden und Abrüs­tung
Mit dieser Dop­pel­ak­tion pro­tes­tieren wir gegen die Kriegs­füh­rung und –vor­be­rei­tung der Bun­des­wehr und der NATO zunächst in Kalkar und anschlie­ßend in Essen! Damit die Ver­pflich­tungen zum Frieden und zur Abrüs­tung, wie sie im Ver­trag zur Deut­schen Ein­heit und im Zwei-plus-Vier-Vertrag ent­halten sind, end­lich umge­setzt werden, for­dern wir am 3. Oktober:
• Schluss mit den Kriegs­ein­sätzen der Bun­des­wehr!
• Stopp der Rüs­tungs­ex­porte, Schritte zur Abrüs­tung und Ver­trau­ens­bil­dung!
• Ein­ver­nehm­li­ches Lösen von Kon­flikten im Rahmen der Orga­ni­sa­tion für Sicher­heit und
Zusam­men­ar­beit in Europa!
• Den Abbau der Kom­man­do­zen­tralen in Kalkar/Uedem und anderer NATO-Einrichtungen in
NRW und deren Umwand­lung für zivile Zwecke!
• Keine NATO-Kriegplanungen in Essen und anderswo!
• Den Aufbau einer Friedens-Akademie in Kalkar/Uedem, die dem Frieden in Europa und in
der Welt dient!
Wir sind alle auf­ge­rufen, uns mit Mut, Kraft, Phan­tasie und langem Atem gegen die von Politik und Mili­tärs aus­ge­henden Gefahren zu wehren und Alter­na­tiven zur Mili­tär­po­litik zu ent­wi­ckeln.
Wir rufen auf: Kommt am 3.10.2016 zur Demons­tra­tion am Kriegs­füh­rungs­zen­trum nach Kalkar und
kommt im Anschluss mit nach Essen, um am Ort der NATO-Tagung unseren For­de­rungen Nach­druck zu ver­leihen.
Unser Nein zum Krieg ist ein Ja zum Leben.
Es rufen auf: der Oster­marsch Rhein/Ruhr sowie Frie­dens­gruppen von Rhein und Ruhr.

Gum­mers­bach Oster­samstag 26.03.2016

Oster­marsch Ober­berg 2016 «Flucht­ur­sa­chen erkennen. Ver­ant­wort­liche benennen. Kriegs­ur­sa­chen besei­tigen!».

Auf­takt: 11 Uhr, am alten Bahnhof in Gummersbach-Niederseßmar, anschlie­ßend Demo.

Abschluss­kund­ge­bung: 12 Uhr, Lin­den­platz

Neben den im Aufruf Rhein/Ruhr behan­delten Themen wird auch der fünfte bzw. 30. Jah­restag der Kata­stro­phen von Fukus­hima und Tscher­nobyl eine wich­tige Rolle spielen.

ostermarsch-oberberg.de


Flyer mit Weg­be­schrei­bung zum Auf­takt


 

Oster­marsch Bonn, Oster­sonntag, 27. März 2016

Collage aus 5 Fotos.
Oster­marsch Bonn, 2015

«Unser Marsch ist eine gute Sache», das sangen die ersten Oster­mar­schierer Anfang der 60er Jahre des vorigen Jahr­hun­derts. Dieser Song wird wie andere alte und aktu­elle Frie­dens­lieder den Bonner Oster­marsch begleiten, zu dem der offene Gesangs­treff «Hand in Hand» als Ver­an­stalter in diesem Jahr zum dritten Mal auf­ruft.

„Oster­marsch Bonn, Oster­sonntag, 27. März 2016“ wei­ter­lesen

Men­schen­ver­ach­tende Waffe

Porträt Agnieszka Brugger
Agnieszka Brugger (2013)

«Die Atom­bombe ist eine men­schen­ver­ach­tende Waffe, deren Ein­satz kata­stro­phale und nie wie­der­gut­zu­ma­chende huma­ni­täre Folgen hat. Es ist daher eine mora­li­sche Pflicht und ein Gebot des huma­ni­tären Völ­ker­rechts, alles dafür zu tun, dass diese Waffen voll­ständig und für immer ver­nichtet werden.»

Agnieszka Brugger (geb. 1985)
Foto: Stefan Kaminski, CC BY-SA 3.0


Oster­marsch Gronau 25. März 2016

Oster­marsch Gronau 25. März 2016, 12 Uhr:
«Für eine fried­liche und atom­kraft­freie Zukunft – Uran­an­rei­che­rung und Waf­fen­ex­porte sofort stoppen !!»

Am Kar­freitag, 25. März, startet um 12 Uhr an der Uran­an­rei­che­rungs­an­lage (UAA) Gronau, Rönt­genstr. 4, der Auf­takt der NRW-Ostermärsche.

Karte der Atomanlagen in NRW und drumrum.
Stoppt den Wahn­sinn!

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Gro­teske Selbst­täu­schung

Porträt Mark Twain
Mark Twain

«Als nächstes wird der Staats­mann bil­lige Lügen erfinden, die die Schuld der ange­grif­fenen Nation zuschieben, und jeder Mensch wird glück­lich sein über diese Täu­schungen, die das Gewissen beru­higen. Er wird sie ein­ge­hend stu­dieren und sich wei­gern, Argu­mente der anderen Seite zu prüfen. So wird er sich Schritt für Schritt selbst davon über­zeugen, dass der Krieg gerecht ist und Gott dafür danken, dass er nach diesem Pro­zess gro­tesker Selbst­täu­schung besser schlafen kann.»

Mark Twain, ‹Der geheim­nis­volle Fremde›
Foto: Wiki­pedia, public domain